Wo alles begann…

22 08 2010

Von Melbourne ging es über die Hauptstadt Canberra wieder zurück zum Start nach Sydney. Canberra hat keinen eigenen Bericht verdient, deswegen wird das hier kurz abgehandelt 😉

Ich bin in Melbourne nämlich Abends losgefahren und morgens um 4 in Canberra angekommen. Im Hostel wurde mir dann mitgeteilt, dass es keinen Raum für das Gepäck gibt, sondern man Schließfächer haben kann. Ja is klar 8 Dollar für n paar Stunden. Ich hab meinen Rucksack dann einfach drauf gelegt und bin gegen halb 9 aufgebrochen um mir die Stadt anzuschauen. Da ich einen Gutschein hatte, bin ich als erstes in den Zoo und das Aquarium gefahren. Das war ganz ok soweit, aber nicht berauschend. Ziemlich klein und noch dazu hat es gegen Ende meines Besuches angefangen zu regnen. Das wurde leider auch nicht mehr besser. Das Parlament wollte ich aber trotzdem noch sehen und bin also im Regen hingefahren. Anschließend bin ich noch in die Portrait Gallery und danach auch schon wieder Richtung Hostel. Canberra ist total langweilig und blöd. Gut , dass ich nur eine Nacht dort verbracht habe.

Dann kann ich mich jetzt ja den schöneren Dingen widmen: Sydney =) Schon auf der Busfahrt nach Canberra hab ich eine nette Berlinerin kennengelernt, die ich in meinem Hostel in Sydney wiedergetroffen hab. Wir haben zusammen einen schönen Ausflug nach ManlyBeach gemacht. Erst die Überfahrt mit der Fähre, dann einen Walk an den Klippen entlang und durch den Nationalpark und danach mit dem Bus wieder zurück in die Stadt. Nach der Anstrengung haben wir es uns am nächsten Tag mit einer heißen Schokolade und TimTams (DIE australischen Schokikekse) in der Sonne am Hafen gut gehen lassen 🙂 Meine letzten Tage in Australien habe ich damit verbracht, durch die Stadt zu bummeln, über Märkte zu schlendern, Souvenirs zu kaufen eine Führung durchs Opernhaus mitzumachen und Sydney und die Sonne zu genießen 😉 Und am Montag war es schließlich soweit. Nach einem Spaziergang durch die Stadt und den Botanischen Garten und einem letzten Blick auf die Oper und die HarbourBridge ging es Richtung Flughafen. Dabei hatte ich schon ein etwas komisches Gefühl. Nach so langer Zeit hier in Australien geht es zurück nach Good Old Germany. Nach einer halben Weltreise mit Zwischenstop in Bangkok und Dubai bin ich schließlich todmüde aber sicher in Frankfurt gelandet =)

Mein Aufenthalt in Australien hat mir supergut gefallen, ich bin froh, dass ich mich ans andere Ende der Welt getraut hab, auch wenn alles ein bisschen anders gelaufen ist, als vorher angenommen 😉 Das Rumreisen, das Kennenlernen von Land und Leute, die Erkundung der fremden Natur- und Tierwelt, die ganzen Ausflüge und Erlebnisse haben total Spaß gemacht. Ein bisschen werde ich Australien schon vermissen, aber ich bin nun auch wieder froh zu Hause zu sein. Ihr wisst gar nicht wie geil es ist in meinem eigenen, grooßen, kuscheligen Bett zu schlafen ohne Zimmergenossen über, unter oder neben mir *gg*



Melbourne

19 08 2010

Danach folgten ein paar schöne Tage in Melbourne. Ich habe mich am ersten Tag direkt mit Steffi getroffen, einer ehemaligen Kommilitonin, die zufällig auch gerade vor ein paar Tagen in Melbourne eingetrudelt war. Wir sind zusammen zum Hafen gefahren und von dort aus den Fluss entlang gelaufen bis zum botanischen Garten. Zum Aufwärmen gabs danach eine heiße Schoki =) Die restlichen Tage habe ich mit Sightseeing verbracht, entweder alleine oder mit Steffi. Ein paar mal war ich beim Queen Victoria Market, einem riesigen Markt. Dort bekommt man von Brot über Käse zu Fleisch, Obst, Kleidung, Schmuck und co eigentlich fast alles. Allerdings ist glaub ich auch viel Schrott dabei 😉 Ansonsten war ich noch in der Art Gallery, die mich aber nicht so begeistert hat und beim Filmmuseum. Das war toll! Das Filmmuseum hat eine Fläche, die man anschauen kann ohne Eintritt zu bezahlen und zusätzlich ne Wechselausstellung, die dann extra kostet. Aber allein die Freifläche war schon genial. Total interaktiv…man konnte Daumenkino drehen, viele Filme anschauen, überall Knöpfe drücken und hatte viel zu entdecken. Außerdem gab es ein paar Leinwände und PC-Spiele Plätze. Und total lustig war so eine Art Kugel, in die man hineingehen konnte. Diese ist mit Kameras ausgestattet. Wenn man den Knopf gedrückt hat wurde man für ein paar Sekunden gefilmt und das Ergebnis konnte man auf einem Bildschirm sehen. Das Parlament hab ich nur von außen betrachtet, weil ich verpeilt hab, dass am Wochenende keine Touren sind…aber ich hab ja schon ein paar andere gesehen 😉 Melbourne ist jedenfalls ziemlich Touristenfreundlich. Man findet sich gut zurecht und es gibt eine kostenlose Straßenbahn, die einmal um den Citycenter fährt und zusätzlich noch einen Touristenbus, der die verschiedenen Attraktionen anfährt. So kommt man eigentlich ganz gut rum =)



Überraaaschuuuuung

17 08 2010

Tadaaa hier bin ich, ja es stimmt, ich bin wieder im Lande. Rechtzeitig zu Omas 85 Gebrutstag hab ich mich auf die Heimreise begeben und hab jetzt wieder deutschen Boden unter den Füßen. Ich hoffe es ist keiner beleidigt, dass ich mich nicht angekündigt habe, aber dann wär die Überraschung ja futsch gewesen 😉 Wenigstens hab ich nich aussortiert, sondern es wusste keiner Bescheid. Ok mein liebes Schwesterchen, aber irgendjemand musste mich ja abholen hihi

Und jetzt will ich euch alle wiiiiiederseeeehn 😀

Die Berichte von meinen letzten Tagen stell ich dann auch noch rein, dass alles komplett is 😉



Great Ocean Road

12 08 2010

Unser Roadtrip ging direkt am nächsten Morgen los und wir haben uns mit Stadtplan und unserem schicken Toyota Yaris auf den Weg gemacht. Das fahren habe ich Steffi überlassen, da sie vorher schonmal in Australien gefahren is und wir sonst nen Aufschlag für 2 Fahrer hätten zahlen müssen. Ich konnte also entspannt im Auto sitzen und die Aussicht genießen. Unser erster Tag war hauptsächlich dafür da um viele Kilometer zu überwinden. So gab es mittags nur einen kurzen Stop In Naracorte, wo es verschiedene Höhlen zu besichtigen gab. Da wir dafür keinen Eintritt bezahlen wollten gab es für uns nur einen kleinen Spaziergang durchs Gebiet, bei dem wir ein Paar Kängurus gesehen haben. So konnten wir uns wenigstens die Füße etwas vertreten. Danach  ging es weiter auf unserer Route, die uns am ersten Tag nur im Inland entlangführte, da unser Ziel der Grampians National Park war. Bevor wir diesen am Abend wie geplant erreicht hatten gab es noch ein bisschen Adrenalin, als die Tankleuchte plötzlich angefangen hat zu blinken und keine Tankstelle in Sicht war. Das mit den Entfernungen hier is doch noch etwas ungewohnt 😉 Aber wir haben es zum Glück grade noch so zur Tanke geschafft. Um zu unserem Hostel zu kommen mussten wir einmal durch den Nationalpark hindurch und nach einer kleinen Schrecksekunde als uns ein Känguru vors Auto gehüpft ist ( keine Angst wir haben es nicht erwischt und es ist nichts passiert *g*) haben wir unsere Unterkunft auch gefunden. Das Hostel war ein gemütliches Häuschen mit 3 Zimmern und da wir die einzigen Gäste waren hatten wir das Haus für uns alleine hehe Schade, dass ich solche Hostels immer nur da habe, wo ich nur ganz kurz bin. Denn am nächsten morgen ging es früh wieder weiter. Wir wollten uns schließlich noch den Nationalpark ansehen. Dort haben wir die MacKenzie Wasserfälle und 2 verschiedene Lookouts angeschaut. Die Aussicht war ganz nett, aber nicht atemberaubend. Aber auf dem Weg dorthin hab ich einige Kängurus entdeckt und hab das erste mal ein Känguru mit Joey gesehen 🙂 Mittags ging es dann vom Inland Richtung Küste, denn wir wollten ja eigentlich die Great Ocean Road entlang fahren. Wir haben uns total gefreut als wir aus dem Auto endlich das Meer erblickt haben. Da mussten wir direkt einen kurzen Stop einlegen. Aber nur einen kurzen, denn unser Plan war rechtzeitig zum Sonnenuntergang bei den 12 Aposteln zu sein. Eigentlich waren wir auch gut in der Zeit bis ich neben uns einen wild fuchtelnden Mann gesehen habe, der auf unser Auto gezeigt hat. Wir sind vorsichtshalber mal von der Straße auf nen Parkplatz rausgefahren, was auch ganz gut war, denn unser Reifen war leider platt. Netterweise ist der Australier auch direkt rausgefahren und hat uns hilflosen Mädels geholfen. Ein Ersatzreifen hatten wir zum Glück im Kofferraum. Einen Wagenheber konnten wir allerdings nicht finden. Dafür hat unser Helfer extra seinen Freund ausm Laden geholt, der uns seinen leihen konnte und da wir nich wirklich Ahnung hatten wurde uns sogar direkt der Reifen gewechselt. Und noch dazu haben wir ein paar nette Tipps bekommen wo wir anhalten sollen. Mit etwas Verspätung ging unsere Reise dann weiter und als Entschädigung für den kaputten Reifen kamen wir rechtzeitig zum Sonnenuntergang bei der Bay of Island, dem Geheimtipp der Helfer an. Die 12 Apostel konnten wir zwar nicht sehen, aber der Sonnenuntergang am Wasser mit den von der Sonne angestrahlten Felsen sah trotzdem toll aus. Nach  ein bisschen Rumsucherei haben wir schließlich auch unser Hostel in Port Campbell gefunden. Nach ein paar Nudeln mit Soße und einer kleinen Plauderrunde mit 2 Mädels, die im gleichen Hostel in Adelaide waren ging es dann auch schon bald ins Bett. Der Sonntag, an dem wir unsere Hauptstrecke, nämlich die Great Ocean Road abfahren wollten startete wieder mal mit Regen =( So konnten wir unsere ersten Aussichtspunkte eher mäßig genießen. Ich hab mich unter meinem Schirm versteckt und war nach einem Sprint zum Auto dann doch halb nass…Danach haben wir beschlossen jetzt erstmal tanken zu gehen bevor wir wieder stehn bleiben und haben dort auch gleich unseren Reifen flocken lassen. Bis das alles erledigt war hatte es schließlich auch aufgehört zu regnen und die Fahrt konnte weitergehn, die wichtigsten Attraktionen kamen schließlich erst noch. Das Wetter war zwar nicht traumhaft, aber immerhin wurden wir nicht mehr nass und hin und wieder haben wir sogar ein Stück blauen Himmel und einen kurz aufblitzenden Sonnenstrahl gesehen. Wir haben bei der LondonBridge, dem Loargh und den 12 Aposteln gehalten, die mittlerweile ja nur noch aus 5 statt aus 12 Felsen bestehen. Die Landschaft am grünblauen Meer mit den beigen Felsen, dem Strand und den Pflanzen sah richtig schön aus. Im nächsten Ort haben wir kurz angehalten, um zu fragen wo die Wale an dem Tag sind, denn ich wollte die ganze Zeit schon Wale sehen und wir haben noch keinen entdeckt. Der Tag wurde immer besser, denn uns wurde mitgeteilt, dass es in Lorne, wovon wir ca 50 min entfernt waren Wale geben soll. Also sind wir schnell wieder ins Auto gehüpft und sind weitergedüst. Bis wir plötzlich in ein Gebiet kamen, in dem man anfangs nur kahle Bäume gesehn hat. Da haben wir uns noch gewundert, was an den Ästen so toll ist, dass da alle mit nem Foto stehen. Als wir ein Stück weiterfuhren und schließlich Eukalyptusbäume zum Vorschein kamen, hab ich schließlich auch einen Koala entdeckt und wir haben einen Fotostop eingelegt. 3 Koalas auf einmal in der Wildnis hatte ich vorher auch noch nie und dann hat sich einer davon auch noch bewegt. Normalerweise sieht man sie ja immer nur faul hoch oben im Baum sitzen. Aber dieses mal war tatsächlich einer hungrig und hat sich gestreckt um an die Blätter zu kommen. Der Tag wurde immer besser, je später es wurde. Und das absolute Highlight war als wir am späten Nachmittag an der Küste entlang gefahren sind und ihn endlich entdeckt haben: den Wal. Wir sind an den Rand gefahren und haben gleich angehalten. Ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind und bin rausgerannt 😀 Das war soo cool. Wir standen ewig da und haben den Riesen beobachtet, wir er mit den Flossen gewunken und gespritzt hat. Wie er sich auf dem Rücken hat treiben lassen. Und er war sogar relativ nah, sodass man ihn gut sehen konnte. Nach einer Weile sind wir ein Stückchen weitergefahren, um wieder näher am Wal zu sein, der ebenfalls ganz langsam die Küste entlang geschwommen ist. Und danach haben wir ihn noch ein weiteres mal verfolgt. Wir sind immer näher rangekommen und beim letzten Stop sind wir auch den Strand runter auf die Felsen gegangen, um ihn noch näher zu sehen 😀 Nachdem die Sonne dann schon fast untergegangen war, haben wir beschlossen, dass wir langsam weiterfahren sollten um noch an unserem Übernachtungsort anzukommen, in dem wir noch nichtmal ein Hostel gebucht hatten. War aber alles kein Problem und wir hatten sogar wieder ein Zimmer für uns alleine. Unseren nächsten und letzten Tag konnten wir etwas ruhiger angehen lassen, denn wir mussten nur noch das letzte Stück nach Melbourne fahren. Da wir noch genug Zeit hatten, haben wir einen kleinen Abstecher zum Outletshopping in der Nähe des Flughafens gemacht. Aber irgendwie war das nicht so toll und ich hab natürlich wieder nix gekauft…Danach sind wir nach Melbourne in die Stadt gefahren und haben unser Gepäck im Hostel abgeliefert, bevor wir das Auto um 18 Uhr abgeben mussten. Einen kleinen Aufreger gab es noch als wir 17.15 Uhr mitten in der City im Abendverkehr standen und Angst hatten es nicht rechtzeitig zur Abgabe zu schaffen. Das wurde nicht besser als uns mitgeteilt wurde, dass es nicht 17.15 Uhr, sondern durch die Zeitverschiebung schon 17.45 Uhr war! Wahhhhh! Aber wir sind doch tatsächlich pünktlich kurz vor 18 Uhr eingetrudelt und haben die Karre wieder heile abgegeben.



Adelaide

11 08 2010

Unser erster Gang in Adelaide hat uns an unserem ersten Tag in der Stadt zu Haighs geführt. Haighs is eine australische Schokolade, deren Fabrik in Adelaide sitzt. Wir haben dort eine kleine Tour mitgemacht, aber natürlich nur wegen den Infos, nicht wegen der Schokolade, die man zum Probieren bekommen hat 😉 Unsere restliche Zeit haben wir genutzt um die Stadt zu erkunden. Adelaide hat einen Stadtkern der rundherum von kleinen Parks umgeben ist. Nach den Parks folgen dann die Vororte. Eigentlich gibt es nichts Sensationelles oder besonders Beeindruckendes, trotzdem ist es dort eigentlich ganz nett 🙂 Nach 3 Tagen hieß es schließlich Abschied nehmen nach über 4 Monaten. Carla hat sich auf den Weg Richtung Melbourne bzw. Sydney gemacht, da sie nur noch wenige Tage bis zu ihrem Heimflug nach Deutschland hatte.

Eigentlich hatte ich in Adelaide ja nach einem Lift, also einer Mitfahrgelegenheit nach Melbourne über die Great Ocean Road gesucht. Leider hat sich niemand gemeldet. Außer Steffi, ein anderes deutsches Mädel, die leider keine Mitfahrgelegenheit hatte, aber auch eine suchte und deswegen gefragt hat, ob wir uns zusammen ein Auto für die Strecke mieten wollen. Wir haben uns also am nächsten Tag getroffen um uns kennenzulernen und uns über Autos zu informieren. Ziemlich spontan haben wir bei einem Angebot auch direkt zugeschlagen und sofort für 4 Tage ein Auto gemietet….



Das Outback

3 08 2010

Nachdem wir die Ostküste mit dem Bus bereist und den Norden mit dem Flugzeug überwunden haben, haben wir uns für den Weg ins Outback für eine Zugfahrt mit dem Ghan entschieden. So sind wir also stundenlang oder schon eher tagelang mit der Bahn durchs Outback gefahren. Wir hatten viiel mehr Platz als wir es erwartet hatten und konnten unsere Lehnen sogar fast bis in Liegeposition kippen. Das hat die Fahrt zum Glück recht angenehm gemacht. Was wir nicht verstanden haben war, dass wir nachts ne halbe Ewigkeit nur an einer Stelle standen. Aber wir wurden am Morgen auch direkt aufgeklärt, dass sich keiner Sorgen machen muss und das zum geplanten Zeitplan gehört. Ahhhja 😉 Naja gut, irgendwann sind wir ja schließlich dann doch noch in Alice Springs angekommen. Dort wurden wir leider mit kalten 10 Grad und Regen empfangen =(  Und auch sonst hat die Stadt im Roten Zentrum nicht sehr viel zu bieten – außer stinkende Aborigines, die man schon riecht bevor sie da sind =/ Außer einem Stadtbummel, dem Besuch einiger Aborigine Kunstgalerien und einem Spaziergang zu 2 Aussichtspunkten konnte man dort nicht viel machen. Deswegen waren wir auch froh, als unsere gebuchte Outbacktour endlich losging. Obwohl wir in Anbetracht des Wetters auch etwas Angst hatten, dass wir nun nur im Regen rumlaufen und vor allem schlafen müssen. Wie bei jeder Tour wurden von unserem Guide Dan mit dem Bus am Hostel abgeholt. Dan hatte schon ein Paar andere Mädels eingeladen und als er sagte, dass nur noch eine Person fehlt haben wir gemerkt, dass wir scheinbar eine reine Mädelsgruppe sind. Bis wir den letzten Teilnehmer eingesammelt haben: ein ca. 55 jähriger Mann, der leider nicht ganz zu uns gepasst hat, dazu noch etwas eigen war und zur Witzfigur der Tour wurde 😉 Als der Bus schließlich komplett war sind wir losgefahren ins Niemandsland 🙂 An diesem ersten Tag haben wir nur einen Stop gemacht bei einer Kamelfarm. Wenn man wollte konnte man Kamelreiten. Eine ganze Runde von ca. 2 min für keine Ahnung mehr wieviel Dollar *g* Nein Moment, ein zweiter kurzer Stop kam noch dazu, allerdings eher unfreiwillig. Denn irgendwann haben wir plötzlich viele Autos vor uns gesehen und ich dachte erst..hä? ein Stau im Outback, das kann doch nicht sein. War es auch nicht, zu mindest nicht direkt. Die Autos standen nur alle da und haben gewartet oder beratschlagt, da die Straße überflutet war. Manche haben sich durch getraut, manche nicht. Nach kurzem Betrachten des Spektakels haben wir eine Plane gezückt mit der die Autolüftung (?) abgedeckt wurde und mit gedrückten Daumen sind wir durch den kleinen See gefahren. Zum Glück ist alles gut gegangen und wir konnten unsere Tour wie geplant fortsetzen =) Und auch das Wetter wurde besser je weiter wir fuhren. Als wir unseren Campingplatz erreicht haben war es mittlerweile schon dunkel. Nachdem wir unser Abendessen gekocht und gegessen hatten und uns noch etwas am Lagerfeuer aufgewärmt haben kam das Schlimmste. Die Nacht in den Swags, draußen unter freiem Himmel, bei ca. 0-3 Grad. *brrrrrrrrrrrr*  Ich hatte lange Hosen an, ein langes Shirt, meine Fleecejacke mit Kapuze und den Schal. Mich friert es jetzt noch wenn ich dran denke und besonders eklich war, dass es auch noch so feucht war, dass der Schlafsack und alles was raushing nass wurde. Wenn man morgens dann auch noch aus dem Schlafsack ins Kalte raus musste, wurde es auch nicht angenehmer. Aaaaber es hat sich alles gelohnt…wir mussten um 5 Uhr aufstehen, dass wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang beim Kings Canyon sind. Dort sind wir auf einem 3 stündigen Walk den Felsen hochgestiegen und haben die Schlucht umrundet. Die Fotos davon können die Wirklichkeit leider gar nicht zeigen, weil man die extreme Tiefe und Größe nicht wahrnimmt. Danach mussten wir am neuen Campingplatz erstmal unser Lager aufbauen, bevor es direkt weiterging zum Kulturzentrum, in dem wir uns eine Weile umschauen konnten. Von dort aus konnten wir auch das erste mal den Ayers Rock oder einheimisch Uluru von relativ naher Entfernung sehen. Das war so cool, als man ihn das erste mal so nah erblickt hat und dieser riesen Fels in erreichbare Nähe rückte. Anschließend sind wir zum Aussichtspunkt gefahren um den Ayers Rock bei Sonnenuntergang zu beobachten. Postkartenmotive! Danach hat die Energie nur noch fürs Abendessen gereicht…der nächste morgen begann erst (!) um 5.30 Uhr. Wir sind losgedüst um den Uluru auch nochmal bei Sonnenaufgang zu sehen, als Schatten oder Silhouette vor dem orange-dunkelbauen himmel. Nachdem die Sonne über dem Horizont war ging es direkt weiter mit unserem straffen Zeitplan. Die nächste Station waren die Kata Tjutas, was soviel bedeutet wie viele Köpfe. Wenn man sich die Felsen anschaut kann man glaub ich auch ganz gut verstehen warum diese so heißen 😉 Dort sind wir den vorgegebenen Walk gelaufen durch die Köpfe, an ihnen vorbei und über sie drüber. Nach unserem Lunch, für das wir kurz zum Campingplatz zurück gefahren sind, kam endlich das Highlight. Der Uluru aus nächster Nähe. Die Farben wenn der Fels von der Sonne angestrahlt wird sind einfach unglaublich. Der rote Stein, mit grünen Bäumen und einem total intensiv blauem Himmel. Da die Aborigines von der Besteigung ihres Wahrzeichens nicht besonders begeistert sind, haben wir diese auch gemieden und haben stattdessen den Basewalk gemacht der einmal komplett um den Ayers Rock herum führt. So hat man ihn einmal von allen Seiten gesehen 🙂 Es war einfach total beeindruckend diesen riesen Felsbrocken endlich ‘live’ zu sehen und es sah wirklich genauso aus wie man es von den ganzen Fotos, Postkarten und co kennt. Einfach genial! Nachdem wir am Uluru den Sonnenuntergang abgewartet haben sind wir zurück zu unserem Lager gefahren, haben zu Abend gegessen und anschließend gemeinsam Marshmallows am Feuer gegrillt. Am nächsten morgen mussten wir unsere ganze Campingausrüstung zusammen packen, denn wir haben uns aufgemacht Richtung Süden. Auf der Fahrt haben wir dem Uluru ein letztes mal zu gewunken, bevor wir uns die nächsten Stunden im Auto vertreiben mussten. Durch den leichten Schlafmangel haben die meisten nur vor sich hingedöst und sind aufgeschreckt wenn wir an ein paar tierischen Highlight vorbeifuhren. Wir haben auf der Fahrt durchs Outback, wilde Pferde und Kamele, Emus, Kängurus, Rinder, Schafe und einen Fuchs gesehen. Am späten Nachmittag hatten wir unseren Zwischenstopp Coober Pedy erreicht. Coober Pedy ist für seine Opalminen bekannt. Im Sommer ist es unerträglich heiß weshalb alle Einwohner in unterirdischen Höhlen wohnen. Nach unserer Ankunft haben wir eine kleine Führung durch eine alte Opalmine bekommen und anschließend konnten wir noch Kängurus füttern und ein Joey (babykänguru) halten =) Nach unserer Nacht im Höhlenhostel sind wir morgens noch zu den gebuddelten Steinhaufen gelaufen und haben nach Opalen gesucht. Ich hab aber natürlich nichts gefunden 😉 Gegen Mittag sind wir mit dem Bus wieder weiter Richtung Süden gefahren, wir hatten schließlich noch einige km zu überwinden. Einen kurzen Sightseeing Stop gab es zwischendurch noch beim LakeHart, einem Salzsee, der normalerweise nur aus einer weißen Fläche besteht. Durch den ganzen Regen haben wir ihn allerdings auch mit Wasser gesehen…Am späten Nachmittag sind wir in Port Augusta eingetrudelt. Eigentlich sollten wir dort nochmals in Swags schlafen, aber wir hatten Glück und konnten für einen Aufpreis von 7 Dollar in einem Bungalow schlafen. Der nächste Tag war dann zugleich auch unser letzter. Bevor es zurück in die Zivilisation ging haben wir noch einen Ausflug in den Mount Remarkable National Park gemacht. Dort konnte sich jeder einen Walkingtrack aussuchen den er machen wollte und anschließend gab es ein Barbecue-Lunch. Allerdings im Regen, denn je weiter wir in den Süden kamen desto schlechter wurde das Wetter wieder. Nach einigen weiteren Stunden Busfahrt haben wir Abends endlich unser Ziel Adelaide erreicht 🙂 Wir haben uns alle verabschiedet und jeder wurde bei seinem Hostel abgesetzt. Das war das Ende einer wunderschönen, aufregenden, spannenden, genialen Tour 😀